Interview mit Albrecht Pelech (Commerz Systems Frankfurt)

Albrecht Pelech

1.  Warum haben Sie sich für das Commerzbank-Bildungspaten-Programm beworben?

Ich war in jungen Jahren bereits Übungsleiter/Trainer im Sport gewesen. Dann habe ich mich zunächst mehr auf Beruf und Familie konzentriert. Jetzt habe ich wieder etwas Zeit übrig. Nicht zuletzt motivieren mich mein soziales Gewissen und der Wunsch, der Gemeinschaft etwas zurück zu geben und Verantwortung zu übernehmen.

2.  Mit welchen Erwartungen/Vorstellungen sind Sie in das Programm gestartet?

Ich hatte keine konkreten Erwartungen. Eher war ich etwas neugierig, wie so etwas in diesem großen Rahmen laufen könnte.

3.  Wie war Ihre erste Begegnung mit Ihrem Mentee? Hat der Jugendliche Sie von Beginn an akzeptiert?

Die erste Begegnung war sehr locker. Sowohl Lehrerin, als auch Sozialarbeiterin der Schule waren anwesend. Die Akzeptanz war sofort da.

4. Wie oft treffen Sie sich mit Ihrem Mentee? Was unternehmen Sie gewöhnlich bei den Treffen?

Wir treffen uns eher selten persönlich. Wenn es gut geht, einmal im Monat, um persönlich miteinander zu sprechen. Der Kontakt läuft stärker über Facebook, WhatsApp, Messenger, Dropbox und Telefon. Hierbei reicht die Frequenz von mehrmals am Tag bis zu einmal die Woche.

5.  Wie genau konnten Sie Ihren Mentee bisher unterstützen?

Ein Erfolg war die Verbesserung der Schulnoten und sein Verhalten in der Schule. Ein weiterer schöner Erfolg war, dass er einen Ausbildungsvertrag erhalten hat.

6. Schildern Sie ein typisches Treffen mit Ihrem Mentee.

Die persönlichen Treffen finden in der Schule statt und dauern ca. 1-2 Stunden. TOPs werden vorher abgestimmt, dann aber auch spontan ergänzt. Auch persönliche Dinge werden besprochen und das weitere Vorgehen festgelegt.

7.  Mit welchen Schwierigkeiten sahen Sie sich bisher während Ihrer Patenschaft konfrontiert?

Vereinbarte Ziele bzw. Aktivitäten hat der Mentee teilweise nicht eingehalten. Deshalb musste dies öfters nachgefragt werden. Die Selbstorganisation des Mentees war/ist wohl eines der Kernprobleme.

8. Was war bisher Ihr schönstes Erlebnis mit Ihrem Mentee?

Das Matching (Zuordnung des Mentees durch die Schule) war perfekt. Und natürlich die besseren Schulnoten und der Ausbildungsvertrag.

9. Welche Entwicklung konnten Sie bisher bei Ihrem Mentee beobachten

Nachfolgende Aussage der Schulleitung beschreibt es treffend: "Ich erinnere mich noch an die Anfangsstunden, als ich meinen Schüler fragte, weshalb er es denn jetzt schaffe, regelmäßiger zu lernen und auch Ergebnisse in die Schule mitzubringen. Er sprach dann darüber, dass er mit Ihrer Hilfe gut voran komme und dass es ihm auch peinlich wäre, wenn Sie sich die Zeit für ihn nehmen und er nichts beitragen würde." Mein Mentee ist nun etwas besser organisiert und kann seine Ziele besser formulieren.

10. Wie würden Sie heute das Verhältnis zu Ihrem Mentee beschreiben?

Wie ein Trainer. Aber stärker getrieben durch die Ziele des Mentees. Ich gebe ihm das Gefühl, dass er jederzeit einen Ansprechpartner hat, von dem er auch konkrete Empfehlungen bekommt.

11. Werden Sie auch nach Ende des Commerzbank-Bildungspaten-Programms als Pate aktiv/mit Ihrem Mentee in Kontakt bleiben?

Die Patenschaft bzw. sogar weitere Patenschaften habe ich innerlich fast schon vom Bildungspaten-Programm abgekoppelt. Natürlich werde ich mit meinem Mentee in Kontakt bleiben.

12.  Sind Sie gerne Bildungspate? Wenn ja, warum?

Mit relativ überschaubarem Aufwand kann ich die Entwicklung eines jungen Menschen positiv mit gestalten. Ich bin zufrieden, dass ich meinen Teil an sozialer Entwicklung beitragen kann.

14. Würden Sie Ihren Kollegen eine Bildungspatenschaft als soziales Engagement empfehlen?

Auf jeden Fall. Man braucht aber manchmal auch etwas Geduld mit den Jugendlichen.

Ihr Ansprechpartner

Hannes Glock Corporate Responsibility Commerzbank AG 60261 Frankfurt am Main Tel: +49 69 136 53112 E-Mail schreiben